Wir schreiben den April 2011. Die Tech-Welt befindet sich in einem gewaltigen Umbruch, und der Krieg um die Vorherrschaft findet nicht nur in den Rechenzentren statt, sondern direkt in den Einkaufszentren.

Wenn man sich das erste Bild (photo.jpg) ansieht, könnte man auf den ersten Blick meinen, man stünde vor einem Apple Store. Die helle, offene Glasfront, die massiven Holztische, auf denen die Hardware symmetrisch aufgereiht ist, das in farbige T-Shirts gekleidete Personal, das fast schon lässig auf die Kundschaft wartet. Doch ein Blick nach oben verrät: Wir stehen vor einem Microsoft Store.

Microsoft Store 2011 in the US

Es war die Zeit, in der Microsoft krampfhaft versuchte, die Magie der Apple-Retail-Strategie zu kopieren. Die Redmonder wollten beweisen, dass auch sie Lifestyle können. Doch während drinnen Windows 7 Laptops und Windows Phones der ersten Generation angepriesen wurden, spürte man oft eher die sterile Atmosphäre eines nachgebauten Konzepts als echte technologische Aufbruchstimmung.

Ganz anders sah es ein paar Meter weiter aus, wie das zweite Bild beweist. Hier blicken wir auf das Schaufenster des echten Vorreiters. Es ist der Monat nach der bahnbrechenden Keynote, in der Steve Jobs das iPad 2 präsentierte. Das Schaufenster zeigt nicht einfach nur ein technisches Gerät – es erzählt eine Geschichte. Auf dem Display läuft iMovie, das Video „Our Trip to Hawaii“ wird mit dem Finger geschnitten. Es war eine absolute Revolution: Videobearbeitung, für die man früher schwere Tower-PCs brauchte, passierte nun intuitiv auf einer flachen Glasscheibe.

Apple Store im Jahr 2011: Zeitsprung ins Frühjahr 2011: Der Kampf um die digitale Zukunft (und die Schaufenster)

Und direkt darunter? Die ikonischen, brandneuen Smart Covers in Leder und Polyurethan (Pink, Weiß, Beige, Schwarz). Sie waren nicht nur Schutzhüllen, sondern clevere, magnetische Erweiterungen, die das iPad beim Aufklappen aufweckten. Apple verkaufte 2011 keine Computer mehr; sie verkauften die Zukunft der Interaktion.

Der Bezug zu iPadBlog.de

Genau in diesem historischen Spannungsfeld bewegten wir uns. Im April 2011 war iPadBlog.de bereits seit zwei Jahren eine feste Instanz. Während die breite Masse noch rätselte, ob Tablets nur eine vorübergehende Modeerscheinung oder reine „Konsum-Geräte“ seien, wussten wir und unsere Community bereits: Das hier ist die „Revolution des Tablets“.

Wir haben genau diese Schaufenster-Momente analysiert. Wir haben darüber berichtet, wie iMovie auf dem iPad 2 den Workflow von Kreativen für immer verändern wird. Während der Microsoft Store auf dem ersten Bild (und fast alle anderen Filialen) im Jahr 2020 endgültig seine Pforten schließen musste, hat sich das iPad vom Surf-Tablet zum heutigen iPad Pro M5-Kraftpaket entwickelt.

Bilder wie diese sind eine großartige Erinnerung an unsere Wurzeln. Sie zeigen, dass wir mit iPadBlog.de von der ersten Stunde an auf das richtige Pferd gesetzt haben – und warum wir auch heute, fast zwei Jahrzehnte später, immer noch mit der gleichen Leidenschaft über die neuesten Apple-Entwicklungen berichten. Danke an Euch!

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