WhatsApp ist weltweit einer der beliebtesten Messenger, doch in Sachen Datenschutz bleibt der Dienst umstritten. Der Grund: Die App greift auf das gesamte Adressbuch zu und überträgt die Kontakte an die Server des Mutterkonzerns Meta – ein Albtraum für Datenschützer. Doch es gibt eine clevere Möglichkeit, WhatsApp zu verwenden, ohne persönliche Kontakte preiszugeben. Ich zeige Euch und einer mir sehr gut bekannten Person, wie es geht!

Warum ist WhatsApp problematisch?

Meta (deren Slogan lautet „Wir erschaffen die Zukunft menschlicher Verbindung„) speichert nicht nur die Telefonnummern der Nutzer, sondern auch jene ihrer Kontakte – selbst wenn diese WhatsApp nicht verwenden. Das verstößt gegen europäische Datenschutzrichtlinien, denn jeder einzelne Kontakt müsste der Übertragung seiner Daten zustimmen. Dr. Datenschutz spricht einfach von

„WhatsApp ist weltweit der unbestrittene Platzhirsch unter den Messenger-Apps“.

Alternativen wie Signal lösen dieses Problem smarter: Dort werden Telefonnummern nur in verschlüsselter Form abgeglichen. Zudem lassen sich Accounts über Benutzernamen erstellen, sodass die eigene Telefonnummer gar nicht erst weitergegeben werden muss. Wir bei iPadBlog nutzen wir bestimmte Kommunikationswege auch Telegram und sind zufrieden wie smooth eine Messenger-App über die Plattformen hinweg funktionieren kann. Doch für viele ist der Wechsel zu einem anderen Messenger keine Option – vor allem wegen der zahlreichen WhatsApp-Gruppen für Familie, Vereine oder die Arbeit.

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WhatsApp nutzen – ohne Zugriff aufs Adressbuch

Für alle, die WhatsApp unbedingt nutzen müssen, aber keine Kompromisse beim Datenschutz eingehen wollen, gibt es eine einfache Lösung: Ein zweites Gerät mit einer separaten Telefonnummer.

So funktioniert es:

  1. Zweitgerät vorbereiten:

    • Eine zweite Handynummer wird benötigt – das kann eine günstige Prepaid-Karte oder ein kostenloser VoIP-Dienst sein.
    • WhatsApp wird auf diesem Zweitgerät mit der neuen Nummer eingerichtet.
  2. WhatsApp auf dem Hauptgerät einrichten:

    • Auf dem Haupt-Smartphone WhatsApp installieren.
    • Beim Einrichten NICHT die eigene Telefonnummer eingeben, sondern die Option „Als begleitendes Gerät verknüpfen“ auswählen.
    • Den QR-Code scannen, der auf dem Hauptgerät angezeigt wird.

Der QR-Trick mit einem Zweitgert klappt bei WhatsApp immer

Das war’s! WhatsApp ist nun auf dem Hauptgerät nutzbar, ohne Zugriff auf das dort gespeicherte Adressbuch zu haben. Die Kontakte aus dem Zweitgerät werden übernommen, sodass weiterhin Namen und nicht nur Telefonnummern angezeigt werden.

Welche Einschränkungen gibt es?

Diese Methode funktioniert einwandfrei, mit zwei kleinen Ausnahmen:

  • Live-Standortfreigaben können nicht empfangen werden.
  • Das Zweitgerät muss etwa alle zwei Wochen einmal kurz aktiviert werden, damit die Verbindung bestehen bleibt.

Mehr Datenschutz – weniger Sorgen

Durch diesen Trick bleibt die Privatsphäre weitgehend gewahrt, und WhatsApp kann dennoch uneingeschränkt genutzt werden. Wer noch mehr Sicherheit möchte, sollte zudem den Standortzugriff in den Geräteeinstellungen deaktivieren, da Meta auch über die IP-Adresse den Standort ermitteln kann.

Fazit:

WhatsApp und Datenschutz schließen sich nicht zwingend aus – mit ein paar cleveren Schritten lässt sich der Messenger nutzen, ohne persönliche Daten unnötig preiszugeben. Schreibt mir, ob das eine Lösung ist, auf die ihr schon lange gewartet habt. Wir geht ihr mit dem Messenger WhatsApp um? Probiert ihr diesen Trick aus?

0 Kommentare zu „WhatsApp nutzen, ohne die Privatsphäre zu gefährden: So geht’s!“
  1. […] Da ich persönlich übrigens mich immer gewehrt habe, WhatsApp zu nutzen, habe ich es von meinem Erstgerät, ein Apple iPhone im September 2016 herunter geschmissen. Doch da mir meine Jungs mal sagten, „Hey, Du wirst Teile Deines Geschäfts vernachlässigen, wenn Du diesen Messenger nicht verwendest…“ habe ich einen WorkAround herausgefunden, wie ich datenkonform diesen Messenger doch nutzen kann, ohne meine Arbeitsweisen zu verletzten. Aber lest meinen Artikel „WhatsApp – ohne die Privatssphäre zu gewährden“ einfach sel…. […]

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